Kompetenz in Nagelbindertechnik

& Fassadenbau

Warum eigentlich Holz?

Der Wald ist einer der wertvollsten regenerierbaren Bestandteile des Naturhaushaltes. Die nachhaltige Nutzung von Holz sichert den Waldbestand und damit all seine Funktionen für Wasser, Boden, Luft und Erholung. Holz kann umweltfreundlich produziert werden, ist CO²-neutral und benötigt wenig Energie bei der Verarbeitung. Deutschland ist reich an Wald und verfügt damit über ein beachtliches wirtschaftliches Potential. Holz als Baustoff dient dabei auch der Regionalentwicklung.

Die gebauten Beispiele zeigen, dass Holz ein zeitgemäßer Baustoff ist

  • mit geringem Gewicht 
  • bei guter Festigkeit
  • mit guten Wärmedämmeigenschaften
  • der leicht zu verarbeiten ist
  • der stofflich oder thermisch verwertet werden kann


Der lebendige Baustoff Holz

Holz ist ein biologischer Baustoff, der im Kreislauf der Natur wächst und vergeht. Holz lebt. In der Umgebung dieses lebendigen Materials fühlt sich der Mensch wohl. Ob bei der architektonischen Konstruktion, der Gartengestaltung oder Innenausstattung - Holz gibt das Gefühl der Naturnähe. Wohnen mit Holz vermittelt Wärme und Behaglichkeit. Darin liegt sicher auch ein wichtiger Grund, warum sich Holz gegen die moderne Konkurrenz von Beton, Stahl und Kunststoff behauptet hat. 

Holz ist eben einzigartig und unverwechselbar. Durch das steigende Naturbedürfnis des Menschen ist es heute gefragter denn je. 



1. Produktionsablauf (Holztrocknung) 


Trockenkapazität verdoppelt

Die Kapazität der hauseigenen Trockenanlage im Werk Fürstenau konnte den wachsenden Bedarf an DIN-gerechtem Holz auf Dauer nicht mehr decken. Um Lieferengpässe zu vermeiden, und um auch weiterhin unabhängig von Dienstleistern zu sein, wurde die Trockenkapazität im Juli verdoppelt. Die computergesteuerte Holztrockung erfolgt auf wissenschaftlicher Basis; Sensoren überwachen den Trocknungsverlauf und eine ausgeklügelte Steuerungssoftware garantiert optimale Resultate. 

Durch diese Art der Trocknung wird das Holz maßhaltig und dimensionsstabil, das so viel bedeutet, wie es sind nur noch minimale Maß- und Formänderungen im verbauten Zustand zu erwarten. Die Forderungen der DIN 4074 werden problemlos erfüllt, wodurch auch in Zukunft Sicherheit und die gewohnte Qualität garantiert werden kann. 



2. Produktionsablauf (Holzzuschnitt) 


Das getrocknete Bauholz wird mit einer vollautomatisierten Anlage mit hoher Präzision fachgerecht auf die vom Ingenieur berechneten Maße zugeschnitten. Dank modernster Technik sind keinerlei Maßeinstellungen mehr nötig, denn die heutigen Zeichnungs- und Statikprogramme benutzen eine Schnittstelle zwischen den errechneten Daten und der Maschine. Somit werden die Daten direkt auf die Maschinen übertragen und können schließlich mit absoluter Genauigkeit auf Maß gebracht werden.



Um die Produktionszeit so gering wie möglich zu halten, wird zeitgleich mit einer weiteren Säge gearbeitet. Hier werden die Binderstreben für den Nagelplattenbinder auf Maß geschnitten. 

Diese Säge ermöglicht einen Zuschnitt der Binderstreben in nur einem Arbeitsablauf. Vier große Sägeblätter schneiden in unterschiedlich eingestellten Winkeln jede Binderstrebe exakt zu. 

Auch hier wird auf modernste Computertechnik gesetzt. 

3. Produktionsablauf (Verpressung der Nagelplatten mit dem zugeschnittenen Bauholz) 


Damit das zugeschnittene Bauholz schließlich zu einem Endprodukt wird, muss das Holz in der vom Ingenieur errechneten Bauform zusammengelegt werden. Hierzu wird ein Muster angefertigt, damit später alle Bauelemente identisch sind. Um die Binderstreben mit den Ober- und Untergurten zu verbinden, werden Nagelplatten eingesetzt.

Diese Nagelplatten sind galvanisch verzinkte Stahlblechplatten, die mit Nägeln in unterschiedlicher Anzahl und Abständen versehen sind. Optional können sie auch aus Edelstahl verwendet werden (vorzugsweise für Binderkonstruktionen ohne Unterdecke und Stallgebäude). Sie werden in einem Bauteil gefertigt, bzw. ausgestanzt. Sie werden je nach Holzkonstruktion ebenfalls statisch bemessen, um eine optimale Stabilität und Tragfähigkeit zu gewährleisten. Je nach Knotenpunkt (Verbindungspunkt) werden unterschiedliche Größen der Nagelplatten verwendet, da jeder Knotenpunkt unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt ist. 



Durch die computergesteuerten Spezialpressen werden die Nagelplatten an den jeweiligen Knotenpunkten der zugeschnittenen Hölzer angebracht. Sind die Nagelplatten nun mit passgenauer Maßarbeit auf die verschiedenen Knotenpunkte aufgebracht, werden sie mit der Spezialpresse, unter hohem Druck, in einem Arbeitsgang in die Hölzer gepresst. Dabei müssen die jeweiligen Knotenpunkte einmalig eingespeichert und anschließend nur noch abgerufen werden. 

 

4. Endprodukt (Nagelplattenbinder)